FACHBEREICHE

WAS IST EIN FACHANWALT?

Wegen der steten Zunahme an Gesetzen und den damit verbundenen steigenden Anforderungen an die Rechtsanwälte, in den von ihnen zu bearbeitenden Rechtsgebieten genaue Kenntnisse zu erlangen, erwog der Gesetzgeber, Richtlinien für die Spezialisierung der Anwaltschaft zu schaffen. Auf der Grundlage der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) und der Fachanwaltsordnung (FAO) verleiht heute die Rechtsanwaltskammer die Befugnis zur Bezeichnung als Fachanwalt.

Für die Verleihung einer Fachanwaltsbezeichnung hat der Rechtsanwalt der Rechtsanwaltskammer seine besonderen theoretischen und praktischen Erfahrungen nachzuweisen. Dieser Nachweis erfolgt im Rahmen eines 120-stündigen Fachlehrganges, der mit einer mündlichen und schriftlichen Prüfung endet. Weitere Voraussetzung ist, dass der Rechtsanwalt eine mindestens dreijährige Zulassung und Tätigkeit als Rechtsanwalt nachweist. Die Fachanwaltsbezeichnung ist somit eine von der Rechtsanwaltskammer verliehene Bestätigung der Spezialisierung auf dem jeweiligen Rechtsgebiet, die sich bewusst abhebt gegen die jedem Rechtsanwalt freistehende Möglichkeit, auf seine "Tätigkeitsschwerpunkte" oder "Interessensschwerpunkte" hinzuweisen.

Um die Qualifikation der Fachanwälte aufrecht zu erhalten, sind diese verpflichtet, jährlich an umfangreichen Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen und diese der Rechtsanwaltskammer nachzuweisen.

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